Chor

Der Hugo-Distler-Chor nimmt einen festen Platz im Berliner Chorleben ein. Mit seiner Größe von etwa 40 Sängerinnen und Sängern steht er zwischen Kammerchor und klassischem Oratorienchor. So bietet sein Jahresprogramm einerseits anspruchsvolle A-cappella-Literatur aus allen musikalischen Epochen, andererseits bringt er auch chorsinfonische Oratorien zur Aufführung.

Beschreibung Zeile 2 im Überarbeitungsmenü

Der Hugo-Distler-Chor 2006 im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin: Monteverdis Marienvesper

Die Sängerinnen und Sänger wenden wöchentlich etwa zwei bis vier Stunden für das Singen im Hugo-Distler-Chor auf. Dabei bilden Menschen im Alter von 18 bis 60 Jahren, aus den unterschiedlichsten Berufen kommend und verschiedenen Konfessionen angehörend, eine Gemeinschaft, welche bei aller Individualität ihrer Mitglieder (und gerade durch diese) die Voraussetzung für eine hohen Ansprüchen genügende musikalische Arbeit schafft.

Im März 2000 haben die SängerInnen beschlossen, alle zwei Jahre ein generelles Vorsingen durchzuführen, um gezielte Hinweise zu stimmlichen und interpretatorischen Fähigkeiten umzusetzen. Außerdem helfen regelmäßige Homogenisierungsproben und Einzelstimmbildung, den Gesamtklang der Stimmen zu verbessern.

Mit dem Namen des Berliner Komponisten Hugo Distler verbindet sich für den Berliner Hugo-Distler-Chor ein doppelter Anspruch: Zum einen arbeitet er bis heute intensiv an der (ursprünglich vor allem evangelischen) Kirchenmusik des Barock (Heinrich Schütz, Johann Hermann Schein, Johann Sebastian Bach) – einer Quelle, aus der Hugo Distler reich geschöpft hat -, und zum andern bedeutet der Name eine Verpflichtung, gerade die zeitgenössische und wenig bekannte Literatur zu pflegen. Dabei wird den Werken Hugo Distlers ein besonderer Stellenwert eingeräumt. Zum 50. Jubiläum des Chores beauftragte der Chor den international renommierten Komponisten Hans Schanderl mit der Komposition des zweiteiligen a-cappella-Werkes “Zarathustra”, das der Hugo-Distler-Chor uraufführte.