The Lost Birds
Bob Chilcott (*1955)
Five Days that Changed the World
Andrey Stolyarov (*1990)
in peace
Christopher Tin (*1976)
The Lost Birds
Samstag, 6. Juni 2026 | 20.00 Uhr
Philharmonie Berlin (Kammermusiksaal)
Berliner Symphoniker
Hugo-Distler-Chor Berlin
Leitung Stefan Schuck
Karten (15–30 Euro) an allen Vorverkaufsstellen, online über Berliner Symphoniker (Eventim, ggf. „Weiter“ klicken) oder per E-Mail an karten@berliner-symphoniker.de
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In diesem Jahr beleuchtet der Hugo-Distler-Chor unter dem Jahresthema „Beziehungsweise“ die Beziehungen des Menschen zur Natur, zur nationalen Herkunft und schließlich zum Spirituellen. Im ersten Konzert dieses Jahres schauen wir auf den Menschen im Verhältnis zur Natur – „Gaia und das Ewige“.
Außer Bob Chilcott sind die Komponisten des Konzertes in Deutschland noch wenig bis gar nicht bekannt. Bob Chilcott (*1955) preist in seinem Werk „Five Days that Changed the World“ die kreative und weltverbessernde Kraft des Menschen, der durch Erfindungen wie den Buchdruck oder die Abschaffung der Sklaverei den Lauf der Menschheitsgeschichte verändert – ein Werk voller Optimismus und Lebenskraft. Die Natur ist nur die Kulisse, vor der der Mensch tätig wird.
Demgegenüber setzen sich Andrey Stolyarov (*1990) mit „in peace“ und Christopher Tin (*1976) mit „The Lost Birds“ in Vertonungen von Gedichten von Anne Brontë, Emily Dickinson und Sara Teasdale mit der Beziehung und vor allem der Entfremdung von Mensch und Natur auseinander. Ihre Werke entstanden – geographisch und zeitlich unabhängig voneinander – aus einer spirituellen Suche nach der einenden Kraft einer intakten Natur. Damit greifen sie poetische Topoi der Romantik auf, betrachten diese jedoch durch die Brüche der Erfahrung heutiger dramatischer Umweltzerstörung und Ausbeutung. Auch wenn in Christopher Tins „The Lost Birds“ der Verlust von Vogelarten als Teil der Schöpfung schon namensgebend ist, zeichnet er gleichzeitig eine natürliche Umgebung, die sich vom Menschen – fast schon verstörend – entkoppelt: „Not one would mind, neither bird nor tree, / If mankind perished utterly“.
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