Autor: Andreas Vollmer

Beziehungsweise I

6.6.2026, 20.00 Uhr | The Lost Birds – Das erste Konzert in der Reihe „Beziehungsweise“. Beziehungen des Menschen zur Natur, zur nationalen Herkunft und schließlich zum Spirituellen. In diesem ersten Konzert schauen wir auf den Menschen im Verhältnis zur Natur – „Gaia und das Ewige“.
Bob Chilcott (*1955) preist in seinem Werk „Five Days that Changed the World“ die kreative und weltverbessernde Kraft des Menschen. Dagegen setzen sich Andrey Stolyarov (*1990) und Christopher Tin (*1976) mit „The Lost Birds“ in Vertonungen von Gedichten von Anne Brontë, Emily Dickinson und Sara Teasdale mit der fragilen Beziehung und vor allem der Entfremdung von Mensch und Natur auseinander.

Transitions (Surroundings III)

13.12., 17.00 Uhr | Transitions – Das abschließende Konzert in den „Surroundings“. Übergänge zwischen dem Dies- und dem Jenseitigen, aber auch der Glauben an das Übertreten des Jenseitigen in unsere Welt: Ein echtes Weihnachtsthema, Erwartung und Ankunft, Hoffnung und Verwandlung – wir hören noch einmal genau auf die Hoffnungen und Botschaften in drei sehr unterschiedlichen Vertonungen des Barock. Zum 300. Todestag des Orgelbauers A.M. Brunckhorst erklingt sein kleines und bezauberndes Weihnachtsoratorium. Das markante „Magnificat“ von J.D. Heinichen verkündet die Heilserwartung. Den Kontrapunkt bildet J.S. Bachs komplexe Choralkantate „Nun komm, der Heiden Heiland“ (BWV 61).

Watersheds (Surroundings II)

18.10., 18.00 Uhr | Watersheds – Dies ist das zweite Konzert in unserem Zyklus „Surroundings“, diesmal in Verbindung mit dem Orchester des Wandels und weiteren Künstler:innen aus dem Umfeld der Staatskapelle Berlin. Hier stehen Wasser und Schöpfung im Mittelpunkt. In Joseph Haydns „Schöpfung“ steigt mit großem Orchester die Welt aus dem Chaos, aus dem die Wasser geschaffen und geteilt werden. „In the Beginning“ von Aaron Copland vertont a cappella die Genesis, in der das Leben aus den Fluten steigt. „This Thirsty Land“ von Leonard Enns schaut mit unseren Augen auf die poetische und endlich gewordene Ressource unseres Planeten.

Schönfrucht Weihnachtskonzert

Französische Weihnacht

Die „Variationen über Weihnachtslieder“ bestimmen die französische Tradition seit der Barockzeit. In den Mitternachts-Gottesdiensten in Versailles erklangen sie als „Sinfonies de Noëls“. Marc Antoine Charpentier nutzte sie als Grundlage einer ganzen Messe. Wie tänzerisch beschwingt und leicht geht es hier zu nach unserer gewichtigen Aufführung der Bruckner-Messe! Im 19. Jh. bleibt die Freude am Melodischen erhalten, aber nun umkleidet eine innige Frömmigkeit anstelle des höfischen Glanzes die alten Melodien.

Vorschau 2025

Zu Beginn des Jahres 2025 bereiten wir uns auf unsere zweite Teilnahme am internationalen Chorfestival Walking in Beauty vor, diesmal mit dem Komponisten Ola Gjeilo. Unmittelbar darauf folgt unser erstes Konzert von insgesamt dreien zum übergreifenden Thema Umgebung, in der wir uns alle befinden: Surroundings – Natur und Schöpfung, Wasser und Wendepunkte, Übergänge und Transzendenz. Ein breite Palette von Kompositionen wird das Themenspektrum beleuchten.

Anton Bruckner – Messe e-Moll

Die Messe in e-Moll war einer der größten Erfolge Bruckners. Dabei ist die Besetzung sehr ungewöhnlic: Chor, Holz- und Blechbläser – für die Aufführung auf einer Baustelle. Wir führen die Messe mit historischen Instrumenten des 19. Jahrhunderts auf, die geschmeidig und farbig mit dem Chorklang verschmelzen. Dazu treten drei der beliebtesten Bruckner-Motetten: Ave Maria, Locus iste und Os justi.